In Kobanê haben Tausende Menschen gegen die türkische Besatzung von Efrîn und Südkurdistan protestiert.

Tausende Menschen aus Minbic, Tabqa, Raqqa, Kobanê, Deir ez-Zor und Girê Spî sind in dem Dorf Qereqozan zusammengekommen, um gegen die Besatzung von Efrîn und die türkische Militärinvasion in Südkurdistan zu protestieren. Sie trugen Transparente mit der Aufschrift „Nein zur türkischen Besatzung“ und „Es lebe die Geschwisterlichkeit der Völker“.

Auf der Kundgebung hielt Enwer Muslim als Ko-Vorsitzender des Exekutivrats der Euphrat-Region eine Ansprache, in der er erklärte: „Die Bevölkerung signalisiert der ganzen Welt, dass sie kein Projekt außer dem einer demokratischen Nation und der Geschwisterlichkeit der Völker akzeptieren wird.“ Die auf eine dauerhafte Besatzung abzielenden Angriffe des türkischen Staates seien nicht hinnehmbar, sagte Muslim und rief die irakische und die südkurdische Regierung dazu auf, ihrer Verantwortung nachzukommen.

Der Vorsitzende der Zukunftspartei Syriens, Ibrahim al-Qeftan, erklärte, dass die Zeit für ein freies, demokratisches und gemeinsames Leben gekommen sei: „Die Zeit der Diktatoren und Besatzer ist vorbei!“

Als Ko-Vorsitzende des Zivilrats von Minbic sagte Nezife Xelo, dass der türkische Präsident Erdoğan eine terroristische Kraft aus Milizionären aufzubauen versuche und die Ruhe und Sicherheit in der Region zerstören wolle. Die internationale Gemeinschaft sei aufgerufen, dem türkischen Expansionsbestreben Einhalt zu gebieten.

Im Namen des Frauenrats von Raqqa machte Xalya Kecwan auf das große Leid aufmerksam, dass die Völker des Irak und Südkurdistans ebenso wie die Völker Nord- und Ostsyriens durch den Terror erlitten haben: „Die Türkei greift Südkurdistan an, um es zu besetzen. Die befreiten Gebiete in Nord- und Ostsyrien werden über die türkische Spezialkriegsargumentation von einer Besatzung bedroht.“

18.06.2019